Navigation

Startseite

Opfer rechter Gewalt

Chronologie des Rechtsextremismus

Was ist Rechtsextremismus?

Ausländer in Deutschland

Strukturen der Rechten in Deutschland

Strategien und Projekte gegen Rechts

Was kann ich tun?

Links gegen Rechts

Notrufnummern

Diskussionsforum

Strategien und Projekte gegen Rechts
 

Aufklärung nach dem II. Weltkrieg:  Was getan wurde ...

Der Berliner Lehrplan von 1948 soll Schüler anfaschistisch, antimilitaristisch und demokratisch schlussfolgern lassen.
Der Geschichtsunterricht in den Schulen wird verbessert, indem u.a. zeitgeschichtliche und politische Themen mehr in die Lehrerausbildung mit einbezogen wird. Für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der NS-Zeit gaben die Kultusminister die Richtlinien für die Behandlung des Totalitarismus im Unterricht vor. Diese sanktionierten die Deutungsweise des deutschen Faschismus als ein dem Bolschewismus eng verwandtes System. Die Kultusminister gaben ebenfalls eine Empfehlung zur Gestaltung der Lehrbücher für den Unterricht in neuester Geschichte und Zeitgeschichte heraus.
 

Aufklärung nach dem II. Weltkrieg:  Was nicht getan wurde ...

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in den meisten Schulen nicht genügend Aufklärung betrieben, was auch darauf zurückzuführen ist, dass die Lehrer selbst teilweise noch an den Nationalsozialismus glaubten und überzeugte Anhänger des selben waren. Als ein anderer Punkt ist sicher zu nennen, dass auch bei der Entnazifizierung viele Sachen nicht so gelaufen sind, wie man sie sich vorgestellt und erhofft hatte. Dies ist unter anderem auf wirtschaftliche und alliierte Machtinteressen zurückzuführen, da aus ökonomischen Gründen viele Posten, so auch in der Schule mit alten Arbeitskräften besetzt wurden.


Aktuelle Aktionen gegen Rechtsradikalismus

Es gibt viele Möglichkeiten dem - leider zunehmenden – Rechtsradikalismus entgegenzuwirken. Leider gibt es aber noch viel zu wenig Leute, die sich dieser Aufgabe stellen und sich z.B. in einen der zahlreichen Organisationen und Stiftungen aktiv beteiligen. Auch das Internet bietet hierzu zahlreiche Möglichkeiten. Es ist bekannt, dass in den neuen Bundesländern wesentlich mehr Opfer rechter Gewalt zu vermerken sind, als in den alten Bundesländern. Doch auch hier gibt es Aktionen und Möglichkeiten dem Rechtsradikalismus entgegenzuwirken, wie z.B. bei der Aktion "Brandenburger gegen Rechts", die als Reaktion auf die zunehmenden fremdenfeindlichen Üebergriffe entstand. Aber auch die Politiker sollten um dieses Thema nicht immer nur herumreden, sondern auch einmal Taten folgen lassen. Hierzu ein Zitat vom Verkehrs- und Bauminister Franz Müntefering:

"Die Bundesregierung wird dafür sorgen, dass die Bekämpfung von
Rechtsextremismus, von Gewalt generell, kein Sommerthema bleibt."

Bleibt nur zu hoffen, dass dies kein leeres Versprechen bleibt...
Erste Ansätze zur Bekämpfung von Rechtsextremismus in der Politik sind von verschieden Parteien bereits zu verzeichnen. Ein Beispiel hierfür gibt die SPD, indem sie private Initiativen mit 25 Mio DM jährlich drei Jahre lang unterstützt. Des weiteren unterstützt sie durch einen Fonds die Opfer rechtsextremer Gewalt mit 10 Mio DM. Der Bundesgrenzschutz soll die Züge und Bahnhöfe, sowie ihre Vorplätze stärker überwachen und seit September gibt es eine bundesweite Hotline, damit die Bürger bei rechtsextremen Übergriffen sofort die Behörden alamieren können. Diese Ansätze zur Bekämpfung rechter Gewalt sind aber nur ein kleiner Teil um den Rechtsradikalismus nennenswert zurückzudrängen.
 

MAEX

Um rechte Gewalt zu stoppen wurde in Mecklenburg Vorpommern ein Projekt Namens "MAX" ins Leben gerufen. Ziel dieser polizeilichen Sondereinheit ist es, die Szene der Rechten zu überwachen, und Ausschreitungen zu Gewalttaten zu verhindern. In dem gesehenen Videobeitrag stellte sich folgender Sachverhalt heraus:

Das MAEX-Team bestand hier nur aus 5 Leuten plus dem Kamerateam.

Die unbewaffneten MAEX-Leute sind nicht in der Lage eine größere Gruppe Neonazis von dem Gelände einer Tankstelle zu entfernen. Das Team trägt keinerlei Waffen mit sich. Nur durch geschicktes Reden wird versucht die Neonazis zum Aufbruch zu bewegen. Es fallen Beleidigungen, und das Max-Team muss unverrichteter Dinge wieder abziehen. In einem Gespräch mit Anwesenden stellt sich heraus, das die MAX-Leute versuchen sich den Rechten auf eine freundschaftliche Weise zu nähren. Einer aus dem Team (kurze Haare, Bomberjacke, Springerstiefel) wird von der Gruppe als 'Kumpel' bezeichnet. Die Basis ist hier zu freundschaftlich geworden. Auch der Vorsitzende des MAEX-Teams kommt bei diesem Sachverhalt in Erklärungsnöte.

In dem zweiten gezeigtem Szenario wird ein Erfolg der MAEX-Truppe gezeigt. In einem Mietshaus wird über volksverhetzende Musik geklagt. MAEX rückt an. Die CDs und Kassetten werden konfisziert. Bei einer Befragung der Anwesenden tritt folgendes Interview auf. Auf die Frage WARUM der Hass auf die Ausländer so groß sei, antwortet die Erste, dass die Ausländer die Arbeitsplätze stehlen würden. Ein häufiges Argument. Ob sie schon dabei gewesen sei, wenn ein Ausländer zusammengeschlagen wurde. Sie war es. "Das war geil."

Was man mit den Ausländern machen sollte: Ein junger Mann antwortet: "Die sollte man alle erschießen."

In einer weiteren Szene soll eine Versammlung am Ufer eines Sees aufgelöst werden. Auch hier muss MAEX, der Übermacht erlegen, unverrichteter Dinge das Feld räumen.

Fazit: Ein solches Sonderkommando kann nur Erflog haben, wenn strenge Disziplin gezeigt wird, und nicht nur 5, sondern 15 Leute an einem solchen Einsatz teilnehmen. Im Ansatz spielt hier auch ein psychologischer Aspekt mit ein. Die MAEX-Leute versuchen Kontakt zu den verschiedenen rechten Gruppen zu halten, um immer auf dem Laufenden' zu sein. Allerdings sollte das nicht durch ein kumpelhaftes Verhalten an den Tage gelegt werden.


[ Home ]