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Aktuelle Aktionen gegen Rechtsradikalismus
Es gibt viele Möglichkeiten dem - leider zunehmenden – Rechtsradikalismus
entgegenzuwirken. Leider gibt es aber noch viel zu wenig Leute, die sich
dieser Aufgabe stellen und sich z.B. in einen der zahlreichen Organisationen
und Stiftungen aktiv beteiligen. Auch das Internet bietet hierzu zahlreiche
Möglichkeiten. Es ist bekannt, dass in den neuen Bundesländern wesentlich
mehr Opfer rechter Gewalt zu vermerken sind, als in den alten Bundesländern.
Doch auch hier gibt es Aktionen und Möglichkeiten dem Rechtsradikalismus
entgegenzuwirken, wie z.B. bei der Aktion "Brandenburger gegen Rechts",
die als Reaktion auf die zunehmenden fremdenfeindlichen Üebergriffe entstand.
Aber auch die Politiker sollten um dieses Thema nicht immer nur herumreden,
sondern auch einmal Taten folgen lassen. Hierzu ein Zitat vom Verkehrs- und
Bauminister Franz Müntefering:
"Die Bundesregierung wird dafür sorgen, dass die Bekämpfung von
Rechtsextremismus, von Gewalt generell, kein Sommerthema bleibt."
Bleibt nur zu hoffen, dass dies kein leeres Versprechen bleibt...
Erste Ansätze zur Bekämpfung von Rechtsextremismus in der Politik sind von
verschieden Parteien bereits zu verzeichnen. Ein Beispiel hierfür gibt die
SPD, indem sie private Initiativen mit 25 Mio DM jährlich drei Jahre lang
unterstützt. Des weiteren unterstützt sie durch einen Fonds die Opfer
rechtsextremer Gewalt mit 10 Mio DM. Der Bundesgrenzschutz soll die Züge
und Bahnhöfe, sowie ihre Vorplätze stärker überwachen und seit September
gibt es eine bundesweite Hotline, damit die Bürger bei rechtsextremen
Übergriffen sofort die Behörden alamieren können. Diese Ansätze zur
Bekämpfung rechter Gewalt sind aber nur ein kleiner Teil um den
Rechtsradikalismus nennenswert zurückzudrängen.
MAEX
Um rechte Gewalt zu stoppen wurde in Mecklenburg Vorpommern ein Projekt
Namens "MAX" ins Leben gerufen. Ziel dieser polizeilichen Sondereinheit ist
es, die Szene der Rechten zu überwachen, und Ausschreitungen zu Gewalttaten
zu verhindern. In dem gesehenen Videobeitrag stellte sich folgender
Sachverhalt heraus:
Das MAEX-Team bestand hier nur aus 5 Leuten plus dem Kamerateam.
Die unbewaffneten MAEX-Leute sind nicht in der Lage eine größere Gruppe
Neonazis von dem Gelände einer Tankstelle zu entfernen. Das Team trägt keinerlei
Waffen mit sich. Nur durch geschicktes Reden wird versucht die Neonazis zum
Aufbruch zu bewegen. Es fallen Beleidigungen, und das Max-Team muss unverrichteter
Dinge wieder abziehen. In einem Gespräch mit Anwesenden stellt sich heraus, das
die MAX-Leute versuchen sich den Rechten auf eine freundschaftliche Weise zu
nähren. Einer aus dem Team (kurze Haare, Bomberjacke, Springerstiefel) wird
von der Gruppe als 'Kumpel' bezeichnet. Die Basis ist hier zu freundschaftlich
geworden. Auch der Vorsitzende des MAEX-Teams kommt bei diesem Sachverhalt in
Erklärungsnöte.
In dem zweiten gezeigtem Szenario wird ein Erfolg der MAEX-Truppe gezeigt.
In einem Mietshaus wird über volksverhetzende Musik geklagt. MAEX rückt an.
Die CDs und Kassetten werden konfisziert. Bei einer Befragung der Anwesenden
tritt folgendes Interview auf. Auf die Frage WARUM der Hass auf die Ausländer
so groß sei, antwortet die Erste, dass die Ausländer die Arbeitsplätze stehlen
würden. Ein häufiges Argument. Ob sie schon dabei gewesen sei, wenn ein
Ausländer zusammengeschlagen wurde. Sie war es. "Das war geil."
Was man mit den Ausländern machen sollte: Ein junger Mann antwortet:
"Die sollte man alle erschießen."
In einer weiteren Szene soll eine Versammlung am Ufer eines Sees aufgelöst werden.
Auch hier muss MAEX, der Übermacht erlegen, unverrichteter Dinge das Feld räumen.
Fazit: Ein solches Sonderkommando kann nur Erflog haben, wenn strenge Disziplin
gezeigt wird, und nicht nur 5, sondern 15 Leute an einem solchen Einsatz teilnehmen.
Im Ansatz spielt hier auch ein psychologischer Aspekt mit ein. Die MAEX-Leute
versuchen Kontakt zu den verschiedenen rechten Gruppen zu halten, um immer
auf dem Laufenden' zu sein. Allerdings sollte das nicht durch ein kumpelhaftes
Verhalten an den Tage gelegt werden.
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