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Strukturen und Organisation der Rechten in Deutschland
 

Diese Rubrik ist dazu gedacht einen kleinen Einblick in den Rechtsextremismus in Deutschland zu bieten. Es werden Organisationen der Rechten in Deutschland erläutert, sowie die Strategien der Rechten dargelegt. Ebenso wird auf den Revisionismus in Deutschland eingegangen. Außerdem wollen wir uns die Wirkung von Verboten gegenüber Rechten ansehen. Und kurz werden auch die Hoffnungen der Rechten für die Zukunft erwähnt.

Dies alles dient dazu, hinter die Kulissen des Rechtsextremismus in Deutschland zu sehen. Denn nur wenn man die Hintergründe kennt, kann man auch effektiv gegen Rechtsradikalismus vorgehen und ihn bekämpfen!


Die Organisationen der Rechten in Deutschland:

  • Es gibt in Deutschland mehr als 80 rechte Parteien und Vereinigungen.
  • Es gibt ca. 70.000 Rechtsextremisten (darunter militante Neonazis und rechtsradikale Skinheads).
  • Die großen rechten Parteien sind die DVU (Deutsche Volksunion) und die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands). Sie dienen auch dazu, damit die Wähler eine gewisse Grenze übertreten, um später auch extremere Parteien zu wählen.
  • Ein großes Problem der rechten Parteien ist, dass sie zu wenig Führungspersonal besitzen. Anhänger sind dagegen viele vorhanden.
  • Außerdem führt die große Zersplitterung der rechten Parteien dazu, dass sie sich gegenseitig die Wählerstimmen abnehmen. Daher ist ein Ziel vieler Rechter die Einigung der Rechtsextremisten.
  • Aufmärsche rechter Parteien werden zwar oft nicht verboten, jedoch vom Verfassungsschutz überwacht.
  • Der Verfassungsschutz stellt zwei Entwicklungen fest. Zum einen eine quantitative:
  • Die Zahl der Rechtsextremisten in Deutschland sowie neonazistischer Organisationen und Mitgliedschaften nimmt stetig zu. Hinzu kommen unorganisierte Neonazis.
  • Zum anderen eine qualitative:
  • Es bilden sich verstärkt autonome Organisationen, wie sie aus dem Linksextremismus bekannt sind.
  • Die Vernetzung der Rechten in Deutschland wird oft unterschätzt. So gibt es regelmäßige Kontakte rechter Parteien und Organisationen untereinander.
  • Es werden nationale Kongresse und Veranstaltungen abgehalten, bei denen sich Rechtsradikale aus ganz Deutschland treffen, sowie internationale Kongresse und Veranstaltungen, oft mit Beteiligung in der Szene bekannter rechtsradikaler Deutscher.
  • Es gibt auch Kontakte über das Internet, durch Verlags- und Vertriebgeschäfte und persönliche Kontakte zwischen Rechten.
  • Diese Kontakte unter Rechten werden unter anderem von in Deutschland gesuchten Rechtsradikalen genutzt, um im Ausland unterzutauchen. Hierfür sorgen häufig Freundschaftsorganisationen z.B. in Frankreich der "Europäisch Nationalistischer Bund" (FNE) und in Spanien der "Circulo Espanol de Amigos de Europa" (Cedade).
  • Die Organisationen und Gruppen schmuggeln auch Waffen bzw. Kampfmittel oder Propagandamittel, die in Deutschland nicht straffrei hergestellt werden dürfen, über die Landesgrenze.
  • Geld wird zwischen den Organisationen ausgetauscht. Finanziell ist die Szene gut abgesichert, da eine gute "Spendenmoral" der Mitglieder besteht und auch durch die Verlagsgeschäfte Gewinn gemacht wird
  • Es gibt ideologische Fortbildungen innerhalb der Rechten Szene. Innerhalb dieser „Seminare“ wird rechtes Gedankengut von Alt-Nazis weitergegeben. Ziele dabei sind:
     
      1. Weltanschauungen weiter zu geben.
      2. Jungen Rechten rhetorische Möglichkeiten beizubringen, so dass sie sich im politischen Bereich gut artikulieren können.
      3. Den jungen Rechten beizubringen, wie man rhetorisch und organisatorisch geschickt rechtes Gedankengut ins Volk trägt.
         
  • Innerhalb der Rechten gibt es überfraktionären Meinungsaustausch
  • Rechte organisieren sich oft in s.g. Scharnier Organisationen in Deutschland und Österreich.
  • Das sind Organisationen, die „normale“ Namen tragen und auf den ersten Blick nichts mit Rechtsradikalismus zu tun haben. Oft werden sie sogar unwissentlich vom Staat gefördert.
  • Rechte „Streetworker“ nähern sich gezielt rechts-orientierten Jugendlichen, um sie in rechte Organisationen aufzunehmen und sie auszubilden.
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Strategien der Rechten:

  1. Da der Rechtsradikalismus keine Lobby besitzt muss er um fast jeden Preis Aufsehen erregen, damit durch die Massenmedien ein Teil des rechten Gedankengutes an die Bevölkerung herangetragen wird. So werden medienwirksam provokante Auftritte inszeniert. "Man muss bekannt sein, um geliebt zu werden."
  2. "Massenpsychologischer-Umkehreffekt"
     
    • Destabilisierung gesellschaftlicher und sozialer Strukturen.
    • Angst und Bedrohung erzeugen.
    • Dadurch wendet sich das Volk extremeren Parteien zu, da das bestehende System keine Lösungen findet.
       
  3. Einstellungspotentiale in Handlungspotentiale umsetzten,
  4. d.h. rechte Potentiale im Volk zu kanalisieren und zu organisieren.
  5. Das Hauptgewicht der NS-Bewegung liegt noch immer auf der „Ausländerfrage“.
  6. Organisierte Aufrüstung der Rechten in Deutschland
  7. Ziel: organisierte Anschläge auf Ausländer und Destabilisierung des Systems.
  8. Die Szene versucht Anschläge von Rechten so darzustellen, als ob sie von Einzeltätern ausgeführt wurden, die keine weiteren Kontakte zu irgendwelchen Gruppen hatten. Dadurch werden keine weiteren Hintermänner gefährdet.
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Revisionismus ("Lüge für Deutschland")

  • Unter Revisionismus versteht man in diesem Zusammenhang die Leugnung der gültigen Geschichtsschreibung und die Änderung der Geschichtsschreibung.
  • Viele Nazis, die noch im 2. Weltkrieg waren schreiben pseudo-wissenschaftliche Geschichtsbücher.
  • Ein „Kultstar“ in der Revisionismus-Szene ist der US-Amerikaner David Irving.
  • Da Revisionismus in Deutschland verboten ist, flüchten „Autoren“ in andere Länder wie z.B. Spanien, um dort ihre Schriften zu veröffentlichen.
  • Es werden auch Treffen abgehalten, wo die „Autoren“ über ihre Bücher reden und ihre Lügen verbreiten. Dabei besteht die Zuhörerschaft aus „alten unverbesserlichen Nazis“, aber auch aus jungen Neonazis.
  • Der Revisionismus
     
    • leugnet die Massenvernichtung der Juden.
    • leugnet jeden Massenmord der Deutschen im 2. Weltkrieg.
    • lehnt eine eindeutige Schuld der Deutschen am 2. Weltkrieg ab.
       
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Wirkung von Verboten?

  • Organisationsmöglichkeiten der rechten werden beeinträchtigt.
  • keine Änderung der Einstellungen der Rechten
  • Die Rechten haben gelernt mit Verboten umzugehen.
  • Abgrenzungen rechter Organisationen untereinander fallen und die Organisationen wachsen zusammen.
  • keine Kontrolle der Rechten mehr; es läuft mehr im Untergrund ab.
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Hoffnungen der Rechten für die Zukunft

  • Die rechte Szene glaubt an gute Zeiten, d.h. sie glaubt daran, dass in Zukunft die Rechten in der Politik dominieren werden.
  • Es wird in der rechten Szene auf eine neue Führungspersönlichkeit gehofft. Diese soll alle Rechten einigen. Sie soll geistig, körperlich und rhetorisch stark genug dazu sein.
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